Zur Theorie

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Hahnemann stellte fest, dass eine Krankheit durch eine „Arzneikrankheit“- auslösende Substanz behandelt werden kann. Ein Gift kann zum Beispiel beim Gesunden Symptome auslösen, die es beim Kranken in potenzierter Form heilen kann.

Hier ein Beispiel zur Veranschaulichung:

Stellen Sie sich zwei gleiche Karten eines Memoryspiels vor: Eine Karte zeigt einen Mann mit hohem Fieber, bläulich-rotem Gesicht, großen Pupillen und pulsierenden Kopfschmerzen. Er hat einen grippalen Infekt. Die zweite Karte zeigt einen Mann mit identischen Symptomen. Er hat jedoch keine Grippe sondern eine Vergiftung durch eine Tollkirsche erlitten. Die Symptome des zweiten Mannes bezeichnen wir in der  Homöopathie als Arzneikrankheit.   Die Krankheitszeichen des Mannes entstehen durch die Gabe einer "Arznei" ( in diesem Fall eines Giftes). Die gleichen Symptome könnte der Mann entwickeln, wenn er über einen längeren Zeitraum im gesunden Zustand die homöopathische Arznei Belladonna D 6 täglich einnehmen würde. Er würde auf diesem Weg eine sogenannten Arzneimittelprüfung erleben. Die Zustände von beiden Männern sind den Symptomen nach ähnlich. Durch die Gabe der potenzierten Arznei beim grippekranken Mann würde sein Zustand reguliert werden, die Ordnung wiederhergestellt und der Patient geheilt werden. Die passende Arznei wäre in diesem Fall vermutlich Belladona (Tollkirsche) C30.

 

Es zeigte sich, dass die Behandlung mit den "rohen" Arzneikrankheit-auslösenden Substanzen oft nicht ganz befriedigend war, so kam Hahnemann auf den Gedanken, die Ausgangsstoffe zu verdünnen und zu potenzieren.

Über die "Globuli"

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Es zeigte sich, dass die Behandlung mit den "rohen" Arzneikrankheit-auslösenden Substanzen oft nicht ganz befriedigend war, so kam Hahnemann auf den Gedanken, die Ausgangsstoffe zu verdünnen und zu potenzieren.

Zur Herstellung der Arzneien:

Prinzipiell kann aus jeder Struktur im Universum eine homöopathische Arznei hergestellt werden. Ein Rohmaterial wird zunächst je nach seiner Beschaffenheit als Essenz, Tinktur, Lösung oder Verreibung verdünnt. Die Mischung mit dem Trägerstoff (Wasser/Alkohol/Milchzucker) erfolgt in jeder Stufe im Verhältnis 1:9 (D-Potenzen) oder 1:99 (C Potenzen). Im Anschluss erfolgt die Potenzierung der Urtinktur durch kräftige Schüttelschläge. Die so hergestellte Arznei wird dann auf Streukügelchen gesprüht oder in anderen Darreichungsformen angeboten.Flasche



Hahnemann verfügte über ein penibles Dokumentations- und Archivierungssystem. Sowohl die Krankenbefragung als auch die Analyse des Behandlungsverlaufs wurden exakt festgehalten.

Um viele Informationen über die Wirkung von Arzneien und Giften am Gesunden zu erhalten, wurden und werden immer noch zahlreiche Arzneimittelprüfungen am Gesunden durchgeführt.

Zur Arzneimittelprüfung:

Für die Prüfung nehmen die gesunden Prüfer in regelmäßigen Abständen über mehrere Tage bis Wochen das zu prüfende Mittel ein. Während dieser Zeit sollen sie sämtliche Veränderungen oder Störungen notieren, die sie an Körper, Geist, Befinden oder Stimmung wahrnehmen. Sie halten außerdem während dieser Zeit Kontakt zu einem betreuenden Homöopathen, der die ihm geschilderten Symptome ebenfalls notiert. Am Ende der Prüfung werden die Notizen von den Prüfungsleitern sortiert und einem homöopathischen Symptomregister zugeordnet. Alle Symptome, die im Laufe einer oder mehrerer Prüfungen von einer Substanz gesammelt werden, werden in nach Mittel geordneten Arzneimittellehren (Materiae medicae) und in nach Symptomen geordneten Repertorien zusammengestellt.         Periodensystem   


Verschiedene Repertorien und Arzneimittellehren stehen dem Homöopathen als Handwerkszeug zur Verfügung. Mit deren Hilfe werden die Krankheitssymptome den "Prüfungssymptomen" gegenübergestellt und eine passende Arznei ausgewählt. Gelingt es nicht sofort das exakt passende Mittel (Similimum) zu finden, so wirkt das fast passende Mittel (Simile) auf z. B einen Teil der Symptome.

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